Aufgabe

Ein baufälliges Gebäude in der Berliner Torstraße soll weichen und in der entstehenden Baulücke ein Haus zur Wissensvermittlung für die bunt gemischte Nachbarschaft entstehen. Konzeptionell basiert der Neubau auf einem der mehrdeutigen japanischen Begriffe “Ma”, “En” und “Oku”, denen keine eindeutigen deutschen Äquivalente zugeordnet werden können.

Konzept “Ma” (Pause, Intervall, Dazwischen)

Unter dem Grundgedanken “no thing ist not nothing”, also dem Figur-Grund-Prinzip wurde ein Gebäudetypus mit zwei Seiten entwickelt. Sie unterscheiden sich sowohl inhaltlich, als auch in ihrem Erscheinungsbild deutlich voneinander. Jede Seite beinhaltet Funktionen, teils baulich, teils funktional, die für sich alleine nicht existieren können.

maenoku_lageplan

Konzept Gebäude

Betrachtet man Figur-Grund-Motive liegt die optische Täuschung darin, nicht zu wissen, was wirklich vorhanden ist.
Das Bild des Gesichts bzw. Saxophonspielers wurde abstrahiert, extrudiert und anschließend durch Addition und Substraktion weiter verformt. Gäbe es die eine Seite des Gebäudes nicht, würde die andere demnach auch nicht existieren.

Konzept Wissensvermittlung

Das Prinzip der beiden Seiten findet sich auch in der Vermittlung von Wissen wieder. So gibt es eine passive, betrachterische und eine aktive produzierende Form Wissen zu erlangen. Beide Bereiche profitieren voneinander. Das Wissen soll in diesem multifunktionalen Gebäude mit allen verfügbaren Sinnen des Menschen und aus jeglichen Perspektiven vermittelt werden.

schema_figur_grund
schema_sinneschema_aktiv_passiv
wissen_grundriss_egwissen_grundriss_og2
wissen_grundriss_og4wissen_grundriss_og5
rendering_innen1querschnitt
laengsschnitt passiv
laenggschnitt_aktiv
visualisierung_innenvisualisierung_außen